Wie gesund ist der Airfryer? Die Fakten im Überblick
Der Airfryer wird oft als die gesündeste Art des Frittierens beworben. Doch wie bei jeder Garmethode kommt es auf das „Wie“ an. Wir haben uns angeschaut, welche Vorteile die Heißluft-Technik bietet und worauf man achten muss, damit die Mahlzeiten wirklich bekömmlich bleiben.
Die Technik: Ein kompakter Umluftofen
Technisch gesehen ist der Airfryer ein kompakter Umluftofen. Durch die schnelle Zirkulation der heißen Luft wird das Essen effizient gegart, ohne dass es in einem Fettbad schwimmen muss. Dabei kommt keine Mikrowellenstrahlung zum Einsatz, sondern reine Konvektionshitze durch Heizelemente.
1. Weniger Fett, weniger Kalorien
Ein wesentlicher Vorteil ist die Ersparnis an Fett. Während beim klassischen Frittieren große Mengen Öl aufgesogen werden, benötigt der Airfryer oft nur einen kleinen Sprüher Öl, um eine knusprige Textur zu erzielen. Das spart Kalorien und macht Gerichte insgesamt leichter.
2. Das Thema Acrylamid
Acrylamid entsteht grundsätzlich bei stärkehaltigen Lebensmitteln bei hohen Temperaturen. Die Zubereitung im Airfryer kann im Vergleich zum klassischen Frittieren je nach Rezept und Temperatur zu weniger Acrylamid führen. Entscheidend ist hierbei jedoch die richtige Anwendung: Das Essen sollte goldgelb statt dunkelbraun gegart und nicht zu heiß oder zu lange hohen Temperaturen ausgesetzt werden.
3. Nährstoffe und Vitamine
Da im Airfryer ohne Kochwasser gearbeitet wird, gehen keine wasserlöslichen Nährstoffe durch das Abgießen verloren. Wie viele Vitamine am Ende tatsächlich erhalten bleiben, hängt jedoch vor allem von der gewählten Temperatur und der Garzeit ab. Kurze Garzeiten und moderate Temperaturen sind hier von Vorteil.
💡 Um die Knusprigkeit zu fördern, ohne die Temperatur extrem erhöhen zu müssen, sollten Lebensmittel vor dem Garen gut trocken getupft werden. Feuchtigkeit ist oft der Grund, warum Ergebnisse nicht kross werden.
Sicherheit und Beschichtung
Ein häufiger Diskussionspunkt sind die Antihaftbeschichtungen der Körbe. Bei bestimmungsgemäßer Nutzung sind hier gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten. Wichtig ist jedoch, das Gerät niemals leer zu überhitzen und beschädigte Beschichtungen konsequent zu ersetzen. Zudem sollte der Korb nach jeder Benutzung gereinigt werden, um das Rauchen alter Fettrückstände zu vermeiden.
- • Goldgelb garen – zu dunkle Stellen an Pommes oder Panaden vermeiden.
- • Korb nicht überfüllen – nur so kann die Luft frei zirkulieren und gleichmäßig garen.
- • Bestimmungsgemäße Nutzung – den Luftauslass nie blockieren und für ausreichend Abstand zur Wand sorgen.
- • Reinigung – regelmäßiges Säubern verhindert schädliche Rauchentwicklung durch Rückstände.
Der Airfryer ist ein Werkzeug für eine bewusste Küche. Er reduziert Fett und schont Nährstoffe, solange man auf die richtige Temperatur und Garzeit achtet.