Backen im Airfryer – Brot, Kuchen & Brötchen

📅 11.02.2026 📖 8 Min. Lesezeit
Backen im Airfryer – Brot, Kuchen & Brötchen

Der Airfryer ist weit mehr als nur eine fettarme Fritteuse. Dank der effizienten Heißluft-Zirkulation eignet er sich hervorragend als Mini-Backofen. Ob knuspriges Sauerteigbrot, saftiger Rührkuchen oder frische Sonntagsbrötchen – wir zeigen dir, wie das Backen in der Heißluftfritteuse gelingt und worauf du achten musst.

Warum der Airfryer ein idealer Backofen-Ersatz ist

Ein Airfryer arbeitet mit Hochgeschwindigkeits-Konvektion. Das bedeutet, dass die Hitze viel direkter und intensiver an den Teig abgegeben wird als in einem herkömmlichen Backofen. Das sorgt beim Brotbacken für eine besonders krosse Kruste, während Kuchen durch die kurzen Garzeiten im Kern oft saftiger bleiben.

Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis: Da der kleine Garraum kaum Vorheizzeit benötigt, sind kleine Kuchen oder Brötchen oft fertig, bevor ein großer Ofen überhaupt die Betriebstemperatur erreicht hätte.

Ein kleiner Marmorkuchen in einer passenden Backform innerhalb des Airfryer-Korbs

Brot und Brötchen: Außen kross, innen fluffig

Für Brot und Brötchen ist der Airfryer wie gemacht. Damit die Kruste perfekt wird, ohne zu verbrennen, sollte man die Temperatur im Vergleich zum herkömmlichen Rezept um etwa 20 °C senken. Bei Brötchen empfiehlt es sich, die Oberfläche leicht mit Wasser zu bestreichen oder zu besprühen, um den Glanz und die Kruste zu optimieren.

Empfohlenes Airfryer-Zubehör

Gesundheitliche Aspekte beim Backen

Wie bei allen Garmethoden mit hoher Hitze ist auch beim Backen die richtige Balance wichtig. Um die Bildung von Acrylamid zu minimieren, sollte das Gebäck goldgelb statt dunkelbraun gegart werden. Eine moderate Temperaturwahl ist hier entscheidender als die Dauer.

Ein Vorteil gegenüber dem Kochen ist, dass wasserlösliche Nährstoffe im Teig verbleiben und nicht durch Wasser ausgeschwemmt werden. Wie viele Vitamine im fertigen Gebäck erhalten bleiben, hängt jedoch stark von der gewählten Temperatur und der Garzeit ab – hier punktet der Airfryer oft durch seine Schnelligkeit.

Hinsichtlich der verwendeten Backformen gilt: Bei bestimmungsgemäßer Nutzung von beschichtetem Zubehör sind keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten. Wichtig ist, die Formen nicht leer im Gerät zu überhitzen und bei Kratzern in der Antihaftbeschichtung auf neue Behälter umzusteigen.

Frisch gebackene, goldgelbe Brötchen direkt aus der Heißluftfritteuse

Kuchen backen: Die richtige Form wählen

Da die Hitze im Airfryer von oben kommt, besteht bei Kuchen die Gefahr, dass die Oberfläche bereits dunkel ist, während der Kern noch flüssig bleibt. Hier hilft ein einfacher Trick: Deckst du die Backform für die ersten zwei Drittel der Zeit locker mit hitzebeständiger Folie oder einem passenden Deckel ab, gart der Teig gleichmäßig durch. Für das letzte Drittel entfernst du die Abdeckung für die perfekte Bräunung.

💡 Nutze Silikonformen oder kleine Springformen, die speziell für Heißluftfritteusen geeignet sind. Sie leiten die Wärme gleichmäßig und lassen genügend Platz für die Luftzirkulation am Rand des Korbs.

Backen im Airfryer erfordert ein wenig Umdenken bei Temperatur und Zeit, belohnt aber mit Ergebnissen, die in Sachen Knusprigkeit kaum zu schlagen sind.

— Lifetester Redaktion

Häufige Fragen zum Backen

Ja, aber es muss exakt auf die Größe des Bodens zugeschnitten sein und darf die Luftzirkulation an den Seiten nicht blockieren. Zudem muss es immer durch das Gewicht des Teigs beschwert werden.
Bei Brötchen ist das meist nicht nötig, da die Luft auch von unten zirkuliert. Bei sehr kompakten Broten kann ein Wenden nach 75 % der Zeit jedoch für eine gleichmäßigere Unterseite sorgen.
Rührkuchen, Brownies und kleine Käsekuchen gelingen hervorragend. Sehr hohe Kuchen sind schwieriger, da der Abstand zur Heizspirale oft zu gering ist.

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